Fahrt nach Luang Prabang 8. Tag


v Freitag 15.01.2010
Um 10 Uhr brachte uns das Hoteltaxi zum Busbahnhof. Ein relativ guter VIP Bus mit Klimaanlage erwartete uns Und nun begann eine abenteuerliche Fahrt durch die Bergwelt von Laos. Wie dieser große Reisebus durch die enge Straße manövrierte war schon ein Wunder. Mehrmals hielten wir an weil einige Passagiere mit Brechreiz aussteigen mussten. Kilometerweit am Straßenrand trockneten die Leute Schilfgräser, die anschließend zu Besen verarbeitet werden. Ich glaube fast die einzige Erwerbstätigkeit. Wir sahen Brandgerodete Bergkuppen, Bergdörfer die halb auf der Straße und halb am Abgrund standen. Passstraßen die so schmal waren dass beim entgegen kommenden Verkehr Schritttempo gefahren wurde und die so steil waren das einem Angst und bange wurde. An schlafen war auf dieser 7 stündigen und 230 km langen Fahrt nicht zu denken, weil der Kopf durch die unendliche Kurverei und schaukele dauernd hin und her gerüttelt wurde und so waren wir richtig froh endlich in Luang Prabang angekommen zu sein.
Der erste Eindruck entschädigte aber die lange Fahrt.
Das Hotel Ban Pack Luck Villa im französischen Kolonialstiel gebaut war ansprechend nicht zu komfortabel aber 4 Nächte konnte man schlafen.
Ohne Duschen und umziehen zogen wir sofort los Richtung Markt. Ein wirklich schöner ansprechender Ort. Allerding wurden hier nur Seidentücher in allen Größen; Farben und Qualitäten so wie andere Souvenirs verkauft. Aranya wurde sofort fündig und kaufte ein wirklich schönes Stück und wie sie mir versicherte für einen Preis fast wie ein Geschenk. In Bangkok angekommen lies sie das Stück einrahmen und ich hängte es mit drei Dübel an die Wand. Wenn ich nicht zum Essen drängelte, hätte sie es hier total vergessen.
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Vang Vieng 7. Tag


v Donnerstag 14.01.2010

Nach dem gestrigen Reinfall mit dem Moped beschlossen wir wieder die Fahrräder zu nehmen. Die waren preiswerter; bequemer und gesünder. Leider war es bewölkt und kalt. An Schwimmen war wieder nicht zu denken. Also besichtigten wir den Markt. Hier gab es alle erdenklichen Dinge zu kaufen. In Ermangelung von großen Kaufhäusern auch sehr verständlich. Aranya erwarb hier zwei Stück Seidenstoff. Aus denen will sie sich Röcke schneidern lassen. Wann weis der Himmel. Anschließend radelten wir stromaufwärts, aber nicht so weit wie am Vortag. Den Spätnachmittag verbrachten wir dann in einer Bungalow Anlage am Fluss. Recht einfach aber sehr idyllisch. Hühner und Enten liefen herum und zum Abend trabte eine Herde Wasserbüffel, getrieben von einem kleinen, kläffenden Hund durch die Anlage in den heimatlichen Hof.
Mit ein wenig Wehmut gingen wir ins Hotel, denn Aranya hatte hier etliche Kindheitserinnerungen auffrischen können. Sie liebt das Leben auf dem Lande. Freut sich über jede Frucht am Baum und Strauch und ist begeistert von Gemüsegärten und Reisfelder. Am Abend war dann Kofferpacken angesagt. Denn am nächsten morgen stand die Fahrt nach Luang Prabang auf dem Programm.

Vang Vieng 6.Tag

v Mittwoch 13.01.2010

Heute wollen wir uns ein Moped leihen. Vorab kann ich schon sagen, dass es keine gute Idee war. Wir düsten frohgelaunt los. Unterwegs sahen wir eine Bank wo wir mal wieder Geld wechseln konnten. Für einen Baht gab es 255 Kip. Das ist günstiger als der Euroumtausch. Erst wollten wir an der gleichen Stelle schwimmen an der wir gestern mit dem Boot hielten. Leider wurde es immer bewölkter und kälter, so dass an schwimmen nicht mehr zu denken war. Wir fuhren mit dem Moped nun flussaufwärts durch eine berauschend schöne Gegend, die steilaufragenden Berge kristallklares Wasser; Palmen und Reisfelder wechselten sich ab, dazwischen kleine Dörfer mit spielenden Kindern und gackernden Hühnern, ab und zu Kühe und Schweine auf den Wegen. Einfach Postkarten Idylle pur.

Wir machten dann eine kleine Rast und wollten die Straße zurückfahren, aber weit kamen wir nicht weil wir einen Platten hatten. Einen Kilometer schoben wir die Karre bis zur nächsten Werkstatt. Für 5.000 Kipp war der Schaden behoben und wir düsten fröhlich weiter, aber nach nur 6 Km der nächste Platten. Zum Glück war hier die Werkstatt nur 100 m entfernt. Der Mechaniker zeigte uns die Innenseite des Reifen, der total aufgeraut. Er flickte den Schlauch und legte einen alten Schlauch zum Schutz in den Reifen. Mit Garantie bezahlte ich 10.000 Kip. Nun wollten wir doch noch zum schwimmen im Fluss, aber ein siebter Sinn sagte zum Glück nein. 2 Km vom Hotel war der Reifen wieder platt, genau an einer Werkstatt. Nun hatten wir die Schnauze voll, orderten ein Tuk Tuk packten das Moped darauf und stellten es der Vermieterin vor die Tür. Sie entschuldigte sich mehrmals, aber Geld rückte Sie nicht heraus, genau wie in Thailand. Einmal eingenommen, oder geliehen ist das gleiche, wird nicht mehr zurückgegeben. Uns war das aber egal, wir waren die Karre los. Nun schlenderten wir zum Fluss setzten uns in ein Restaurant bestellten uns was zum Essen und trinken, und bewunderten mal wieder die wunderschöne Gegend.



Vang Vieng 5.Tag


v Dienstag 12.01.2010
Aranya hatte am Abend zu viel gegessen und hatte die halbe Nacht Durchfall, auch mir ging es nicht so gut. Wir beschlossen dass Frühstück ausfallen zu lassen und ein wenig am Fluss spazieren zu gehen. Nach einer halben Stunde als wir ein Restaurant sahen waren alle Vorsätze vergessen und wir stärkten uns. Schon gestern haben wir die vielen kleinen Boote für 2 bis 3 Personen gesehen die langsam und nicht so laut auf dem Fluss kreuzten. In unserer Nähe war die Abfahrtstelle. 70.000 Kip sollte die einstündige Fahrt kosten. Wir buchten und schipperten los, an grandiosen Felsformationen, wunderschönen Bungalowanlagen und kleinen Anwesen die versteckt am Ufer standen entlang. Unterwegs kamen uns immer wieder Kajaks und Leute im Schwimmreifen entgegen, die langsam den Fluss hinunter paddelten.
Nach 45 Minuten erreichten wir die Partyzone. Am Ufer dröhnte Musik aus vielen Bars, schon mittags tanzte und grölte das Partyvolk. Schwang sich von Bäumen ins Wasser oder tollte im Schwimmreifen herum. Nun wussten wir was Tubing in Vang Vieng bedeutet. Viele Menschen lassen sich mit dem Auto und Schwimmreifen ca. 6 km den Fluss herauffahren. Machen Party und paddeln im Tube Strom abwärts. Kostenpunkt etwa 90.000 Kip.
Auch wir wendeten hier und schipperten nun etwas schneller zurück. Eine Stunde und 30 Min. waren wir unterwegs. Kosten mit Trinkgeld 110.000 Kip, keine 10 Euro.
Was fangen wir nun mit dem angefangenen Tag an?
Wir leihen uns ein Fahrrad für 10.000 Kipp /Rad und fahren zur blauen Lagune. Aranya war anfangs nicht so begeistert, 7 Km ein Weg und auch noch Steigungen zu bewältigen. Das ist entschieden zu viel war Ihr Argument. Aber gutes Zureden zahlt sich aus und so machten wir uns auf den Weg. Als erstes war ein Brückenzoll von 6000/Fahrrad zu entrichten. Die Strecke war dann doch anstrengender als erwartet. Die Hitze und der schlechte Weg machte uns zu schaffen.
An der blauen Lagune angekommen wollte man einen Eintritt von 10.000 Kipp/Person. Aranya spricht sehr gut Lao und so zahlte sie nur den halben Preis für Einheimische. Sie freute sich diebisch. Das klappte aber nicht überall. Viel zu sehen gab es hier nicht. Ein paar Leute die ins Wasser hüpften und eine kleine Höhle, aber so ist es ja überall wo Touristen sind. Jede noch so kleine Attraktion wird als große Sehenswürdigkeit verkauft. Wir tranken ein wenig
und machten uns dann auf den Rückweg. Im Hotel buchten wir noch den Bus nach Luang Prabang für 95.000 Kip / Person ehe wir uns am Abend auf die Partymeile begaben.

Vang Vieng 4.Tag


v Montag 11.01.2010
Nach dem Frühstück warteten wir im Hotel auf den Pick Up Service. Der sollte um 9:00 Uhr kommen, aber wie üblich in Asien kam er erst um 10 Uhr. Danach ging es dann allerdings recht fix. Und um 10:20 fuhr der VIP Bus ab. Die Fahrt verlief recht angenehm. Wir machten nur einen Stopp. Hier sprachen wir mit einer Fremdenführerin die Deutsch, sehr gut, im Goethe Institut Bangkok gelernt hatte. Um 14:00 waren wir dann auch schon in Vang Vieng. Der Bus stoppte nicht weit von unserem Vilayvong Guesthouse entfernt, so dass wir die kurze Strecke mit unseren Koffern bewältigen konnten. Nach dem einchecken erkundeten wir die Gegend und waren von der Schönheit der Landschaft überwältigt. Am Son Fluss in einem kleinem Restaurant aßen wir eine Kleinigkeit ich trank ein gutes Beer Lao und hier ließen wir auch in absoluter Ruhe nur manchmal unterbrochen von planschenden Kindern den Nachmittag ausklingen. Wie auch schon in Vietnam gesehen gibt es hier unendlich viele Brücken mit einer sehr kühnen Konstruktion. Man kann das gar nicht beschreiben. In Vietnam werden diese Bauwerke Affenschaukeln genannt. Am Abend wollten wir das Nachtleben erforschen, die Power reichte aber nur zum Essen und einem kleinen Umtrunk.
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Vientiane 3.Tag


v Sonntag 10.01.2010
Nach dem Frühstück buchten wir als erstes den Bus nach Vang Vieng für 50.000 Kip/Person und reservierten für den 19. 01. eine Nacht im Souphaphone Guesthouse. Danach standen zwei Tempel auf dem ProgrammDer He Pha Keo beherbergte ehemals den Smaragdbuddha, der aus Chiang Mai hierher gebracht wurde und jetzt in Bangkok steht. Er war ein Tempel, aber niemals Vat, also Kloster. Heute erfüllt er die Funktion eines Museums, vor allem sind hier auf der äußeren Galerie einige Buddha Statuen unterschiedlichen Alters in typisch laotischem Stil zu sehen.
Ursprünglich 1565 erbaut, wurde der Tempel nach der Zerstörung durch die Thai 1848 in den
Jahren 1936 bis 1942 wiederaufgebaut, angeblich nach den alten Plänen, wogegen aber das jetzige Erscheinungsbild spricht.
Nachdem Aranya beim letzten Besuch hier einen Buddha erstanden hatte, wollte sie dass ich für Deutschland auch einen erstehe. Ich hatte ja gut 8 Monate Zeit zum überlegen und so stimmte ich zu.
Der
Wat Sisaket soll 10.000 Buddha Figuren beherbergen. Er wurde 1818 in siamesischem Stil erbaut. Sehenswert ist vor allem die Gebetshalle (Sim) mit Wandgemälden und Buddha -Nischen. Der Wat ist umstanden von einer Vielzahl von Bäumen und daher auch bei großer Hitze ein angenehmerer Ort.
Danach bummelten wir durch Vientiane aßen ein wenig tauschten Geld um 256 Kip für ein Baht
und besichtigten Pathouxay.
Das ist ein 49 m hoher Triumphbogen, der in den 60er Jahren von der Armee zu ihrem Ruhm errichtet wurde und vom Triumphbogen in Paris inspiriert ist. Schön ist die Aussicht über Vientiane von dort oben, man sieht bis zum Mekong und man sieht vor allem, dass die Häuser von Vientiane auch heute noch zu einem gut Teil zwischen Grün verschwinden.
Das Wahrzeichen von Vientiane und von Laos ist zweifellos der
That Luang (Grosse Stupa). Bereits im 3. Jahrhundert vor Christus soll hier ein Stupa gestanden haben, der einen Knochen Buddhas enthielt, Beweis hierfür gibt es keinen, es gibt aber wohl Hinweise, dass in der Nähe zwischen 11. und 13. Jahrhundert ein von Khmer erbautes Kloster stand. Der Jetzige Bau wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet (Beginn 1566), anschließend wurde er von 4 Klöstern nach jeder Himmelsrichtung umgeben.
Zwei dieser Klöster, im Norden und Süden, wurden wiederaufgebaut, das östliche und westliche Kloster sind zerstört. Im nördlichen Kloster Wat That Luang Neua residiert der buddhistische „Patriarch“ von Lao, der Pha Sangkalath. Während der Kriege mit Burma und Siam wurde der That Luang weitgehend zerstört, um 1900 unter französischer Herrschaft restauriert, aber so schlecht, dass dies 1931 –1935 erneut von Franzosen korrigiert wurde, so dass die heutige Form aus dieser Zeit stammt, rekonstruiert nach alten Zeichnungen. Im November findet vor dem Tempel ein großes mehrtägiges Fest statt.
Auf dem Rückweg sahen wir noch
That Dam (Schwarzer Stupa) ein sehr alt aussehender Backsteinstupa, teilweise etwas überwachsen, er stammt vermutlich aus der Lanna oder frühen Lan Xang Periode (Mitte 13. bis Mitte 14. Jahrhundert).
Wir machten uns nun frisch für den Abend, denn nun war wieder der Nachtmarkt am Mekong Ufer mit seinen vielen einfachen Restaurants angesagt.

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Von Bangkok nach Vientiane 2.Tag



v Samstag 09.01.2010
Eigentlich sollten wir um 9:45 in Nong Khai ankommen, es wurde aber 11:45, weil der Zug öfter mal auf der Strecke halten musste. In Nong Khai nahmen wir dann ein Tuk Tuk für 60 Baht zur Grenze. 20 Baht/Personen kosteten die Busfahrt über die Freundschaftsbrücke zur Laotischen Grenze und von dort aus zum Hotel mit dem Taxi löhnten wir nochmals 300 Baht. Um 13:00 Uhr waren wir dann endlich im Hotel. Das Souphaphone Guesthouse war so wie es im Internet beschrieben wurde, hell sauber große Zimmer und freundliches Personal. Erst wollten wir duschen und schlafen. Dann überlegten wir es uns anders und spazierten en wenig m Mekong dessen Ufer im Augenblick als Promenade ausgebaut wird, aßen hier ein wenig und gingen dann ins Zimmer. Ich checkte meine E-Mails und Aranya legte sich ein wenig zur Ruhe. Am Abend war die Baustelle Mekong Promenade nicht wiederzuerkennen. Wo am Tage Bagger und Lastwagen werkelten, waren nun Tische und Stühle aufgestellt und viele Händler verkauften ihre Waren. Ein typisch asiatischer Nachtmarkt.